Lehrer*innen-Preview: Jacoba van Heemskerck

Vom 25. September 2021 bis 6. Februar 2022 läuft im Kunsthaus Stade die Ausstellung
Jacoba van Heemskerck. Kompromisslos modern 

Jacoba van Heemskerck (1876-1923) war eine niederländische Künstlerin des Expressionismus, die sich aktiv mit den modernen Kunstströmungen ihrer Zeit auseinandergesetzt hat und dabei intensive Verbindungen zur deutschen Kunstszene pflegte. Besonders geprägt ist ihr Werk von anthroposophischen Vorstellungen, denen zufolge es in der Kunst nicht um die Darstellung einer Oberflächen-Welt geht. Stattdessen zielen ihre Werke darauf ab, eine der Welt zugrunde liegende kosmische Verbindung der Dinge wiederzugeben. Schwarzen Umrisslinien rhythmisieren die Bildräume, zugleich prägt ein intensiver Farbeinsatz ihre Landschaften, Hafenmotive und organisch abstrakten Formverläufe. Nach ihrem Tod vergessen, lädt unsere Schau ein, diese spannende Künstlerin wiederzuentdecken.

Lehrer*innen-Preview am Dienstag, den 5. Oktober, um 16 Uhr im Kunsthaus Stade

Wir laden zu einer kostenlosen, einstündigen Informationsveranstaltung für Lehrer*innen ein, bei der wir durch die Ausstellung führen und die unterschiedlichen 90-minütigen Formate vorstellen werden.

Ab 5. Klasse: Das Motiv des Baumes wiederholt sich bei van Heemskerck und ist jedoch jedes Mal anders. Mit einer vorgefertigten Druckplatte bringen wir einen eigenen Baum aufs Papier und kolorieren das Bild. Allein durch die individuelle Farbwahl entstehen unterschiedliche Bildeindrücke.

Ab 8. Klasse: Wir schauen uns das Spannungsfeld zwischen Figuration und Abstraktion im Werk van Heemskercks an. An wiederkehrenden Motiven werden verschiedene Stilrichtungen erprobt, sie werden zugunsten von Rhythmus und Komposition aufgelöst.

Ab 10. Klasse: Van Heemskerck wollte nicht ihre sichtbare Umgebung wiedergeben, sondern eine spirituelle Verbindung aller Dinge darstellen. Wir schauen uns an, wie sie ihre Weltanschauung malerisch umgesetzt hat und werden kritisch betrachten, was dies im historischen Kontext bedeutet.

Übrigens:
Spezielle Themen für einzelne Schulklassen bereiten wir gerne nach Ihren Bedürfnissen inhaltlich und gestalterisch auf. Sprechen Sie uns einfach an.

Wir freuen uns, wenn Sie an unserer Lehrer*innen-Preview teilnehmen! Bitte melden Sie sich an, gerne auch kurzfristig. Die Anzahl der Teilnehmer*innen an einer Führung ist begrenzt, ggf. würden wir eine Stunde später eine zweite Führung anbieten. 

Anmeldung und weitere Informationen unter:  04141 79 77 35 0  oder  buchung@museen-stade.de 

Abb.: Jacoba van Heemskerck, Bild (Landschaft mit Bäumen und Bergen), 1915, Öl auf Leinwand © Sammlung Kunstmuseum Den Haag (Detail)

Piggeldy und Frederick

Jeder kennt sie: den frechen Piggeldy, der immerzu Fragen stellt und seinen großen Bruder Frederick, der nie um eine Antwort verlegen ist. Gemeinsam ziehen die beiden Schweinebrüder durch die norddeutsche Landschaft und erleben kleine Abenteuer. In unserer Ausstellung werden die vielen Illustrationen gezeigt, die verwendet wurden, um die bekannten Trickfilme zu produzieren, und es wird über die Entstehung und Entwicklung der Filme informiert.

Vom 8. Mai 2021 bis 5. September 2022 läuft im Kunsthaus die Ausstellung
50 Jahre Piggeldy & Frederick. Nichts leichter als das…

Je nach Alter bietet die Ausstellung ihren Besucher*innen unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Für jüngere stehen die Geschichten um Piggeldy und Frederick im Vordergrund. Ältere Schüler*innen können erfahren, wie die Produktion von Trickfilmen funktioniert, aber auch, welche Gedankengänge dem Film vorausgehen. Hier spielen Fragen des Storytellings über Storyboards bis hin zur Charaktergestaltung eine Rolle. 

Am Donnerstag, den 20. Mai, um 18 Uhr, findet über Zoom eine Preview für Erzieher*innen und Lehrer*innen über Zoom statt.

Wir werden aus dem Kunsthaus heraus senden, so dass Sie Einblick in die Ausstellung haben und dabei die Kontaktbeschränkungen eingehalten werden können. Diese kostenlose, einstündige Informationsveranstaltung wird die unterschiedlichen 90-minütigen Formate vorstellen. Den Link zur Veranstaltung:

https://zoom.us/j/99948057794?pwd=QStSMzZ2dVdxOWsxbUpIVEV5Yzd2UT09

Die Museen Stade stehen in engem Kontakt zum Gesundheitsamt, um es Kita-Gruppen und Schulklassen zu ermöglichen, auch in Zeiten der Einschränkungen durch Corona ins Museum gehen zu können. Zugleich wollen wir flexibel auf die Einschränkungen reagieren und bieten auch entsprechende Online-Angebote an.

Weitere Informationen unter: 
04141 79 77 350  oder  buchung@museen-stade.de 

Mittelalterliches Stadtrecht digitalisiert

Das Zusammenleben in der mittelalterlichen Stadt Stade musste organisiert werden: Wie verfährt man mit jemandem, der im Badehaus aus Versehen ein fremdes Badetuch hat mitgehen lassen? Wie wurde ein Mann des Mordes überführt und wie waren Frauen vor ihren Ehemännern geschützt?

Die Gesetze, die diese Fragen regelten, waren in den Stader Statuten von 1279 festgelegt. Die digitale Version übersetzt wichtige Passagen aus dem Niederdeutschen. So kann in dem Buch geblättert und nachgelesen werden, wie das mittelalterliche Stadtrecht konkret aussehen konnte.

Die Stader Statuten sind jetzt auf der Webseite der Museen Stade abrufbar unter: https://stader-statuten.museen-stade.de/

Unser digitales Museumsangebot

Die Aufgabe des Museums ist neben dem Sammeln und Bewahren von Objekten kulturhistorischen Wertes, die Vermittlung des dort bewahrten Wissens. Dazu dient vor allem die Begegnung im Museum, denn die besondere Eigenschaft des Museums ist es, Anschaulichkeit durch die Zeugnisse der Vergangenheit vermitteln zu können. Besonders für Kinder und Jugendliche bietet diese Form der Vermittlung die Möglichkeit sich selbst in Bezug zur Geschichte zu setzen und diese nicht nur als abstraktes Wissen wahrzunehmen, sondern als etwas, dass in ihrer Region, vor ihrer Haustür, stattgefunden hat. Museen bieten spezifische Formen des historischen Lernens. Daher nehmen wir unsere Aufgabe als außerschulischer Lernort sehr ernst. 

Nun sind die Museen seit November letzten Jahres geschlossen und die Schulen befinden sich im Distanz- und Wechselunterricht. In dieser Zeit mussten wir alle lernen neue Wege zu gehen. Es ist uns als Museum weiterhin ein Bedürfnis die Schulen bei ihrer Aufgabe der Wissensvermittlung zu unterstützen. Schließlich verfügen wir neben den Exponaten über einen Fundus an aufbereitetem Wissen in unterschiedlichen medialen Formen. So konnten wir die Zeit des Lockdowns nutzen, um neue Wege zu beschreiten und diese Webseite aufzubauen. Während sich die Präsenz historischer Objekte nicht ohne weiteres in die digitalen Welt übertragen lässt, konnten wir dennoch für unser digitales Bildungspaket Möglichkeiten finden, eine Vielfalt an verschiedenen Medien nutzbar zu machen, um Geschichte anschaulich werden zu lassen. Gerade die Möglichkeit interaktive Spiele in unser Bildungspaket einzubetten ermöglicht den Schüler*innen eigenständiges Arbeiten und Erkunden in ihrer eigenen Geschwindigkeit. Die Spiele motivieren zum Lernen weil sie den Spieltrieb ansprechen und es gibt die Möglichkeit Sachverhalte auf eine neue Art und Weise zu vermitteln. 

Wir hoffen bei den Lehrer*innen und Schüler*innen mit diesem Bildungspaket Interesse an Geschichte zu wecken, das Museum noch einmal von einer anderen Seite zu zeigen und neue Wege der Vermittlung zu erproben: vor allem soll das Lernen aber viel Spaß und Freude bringen.

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