Ausstellung im Kunsthaus: Entfernte Verwandte

Im Kunsthaus Stade haben eine Reihe von Tieren Einzug erhalten: kleine Bären, wilde Panther und friedliche Kühe bevölkern unsere Ausstellungsräume. Die Bronzeplastiken von Ewald Mataré (1887–1965), Hans Martin Ruwoldt (1891–1969) und Reneé Sintenis (1888–1965) zeigen, wie unterschiedlich der Blick auf unsere „entfernten Verwandten“ ausfallen kann. Matarés Kühe und Pferde spielen seine Idee von Vollkommenheit wider. In Ruwoldts Jaguaren, Panthern und Giraffen wird die Lebhaftigkeit des Augenblicks eingefangen. Die Skulpturen von Sintenis strahlen den Zauber der Tierwelt aus, sie halten die charakteristischen Bewegungen der Tiere fest – Sintenis eigener Hund stand ihr Modell für die typischen Posen, die jede*r Haustierhalter*in kennt.

Entfernte Verwandte
Tierskulpturen von Ewald Mataré, Hans Martin Ruwoldt und Renée Sintenis

1. Oktober 2022 bis 15. Januar 2023

Die Nebeneinanderstellung von drei künstlerischen Positionen in unserer Schau bietet ein großes Vergleichspotential um Schüler*innen zu zeigen, wie dasselbe Thema und die Arbeit mit dem selben Material zu unterschiedlichen Ausdrucksformen führen kann. So ist die Schau ein Spiegel der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts.

Die Auseinandersetzung mit der Ausstellung erfolgt altersangemessen. Kita-Kinder und Grundschüler*innen schauen sich unter Anleitung die Tierskulpturen an und beschreiben diese. In unserer Museumswerkstatt werden dann aus Ton eigene Tierskulpturen gefertigt. Ältere Jahrgänge können nach einem geführten Ausstellungsrundgang auch mit Ton arbeiten oder in der Ausstellung Fünf-Minuten-Skizzen von verschiedenen Skulpturen anfertigen und die Analyse von Plastiken anhand Fragen nach Form, Raumwirkung, Oberflächenbeschaffenheit, Komposition und Ausdruck vornehmen.

Eine Führung dauert 90 Minuten und kostet 80 €. Sie können eine Buchungsanfrage über dieses Portal an uns abgeben oder sich telefonisch unter folgender Nummer bei uns melden: 04141 79 773 50.

Hans Martin Ruwoldt, Kamel, 1920er-Jahre, Bronze auf Marmorsockel, Privatsammlung © Museen Stade, Foto: Carsten Dammann, Hamburg

Führung für Lehrer*innen: Das Sankt Pauli Museum in Stade

Im Sankt Pauli Museum hat der Kiez-Fotograf Günter Zint eine Sammlung von Erinnerungsstücken aus dem berühmten Hamburger Stadtteil zusammengetragen. Dieses Museum hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, so musste es aus kulturpolitischen Gründen siebenmal den Standort wechseln. Im Oktober 2020 verließ das Museum seinen letzten Standort auf dem Kiez. In Stade werden nun Highlights aus der Sammlung des ‚sündigen Stadtteils‘ gezeigt, kombiniert zu einer Ausstellung, die so abwechslungsreich ist wie das Angebot auf dem Hamburger Fischmarkt.

Der Rest vom Fest ist nicht das Ende vom Lied. 
Das Sankt Pauli Museum zu Gast
vom 13. November 2021 bis 13. März 2022

Das Sankt Pauli Museum zeichnet sich dadurch aus, dass nicht Dokumente historischer Großereignisse gesammelt werden, sondern die Erinnerungsstücke und Geschichten der einfachen Menschen und ihres Alltags. So ist im Schwedenspeicher ein Fundus an teilweise skurrilen oder banalen Schätzen zu sehen. 

Führung für Lehrer*innen am Dienstag, den 16. November, um 16 Uhr, 
im Museum Schwedenspeicher

Wir laden zu einer kostenlosen, einstündigen Informationsveranstaltung für Lehrer*innen ein, bei der wir durch die Ausstellung führen und die unterschiedlichen 90-minütigen Formate für Schulklassen vorstellen werden. 

Die Sammlung des Sankt Pauli Museums bietet jüngeren Schüler*innen die Gelegenheit eigene Lieblingsstücke festzulegen und zu überlegen, welche Geschichten Objekte erzählen können. Die etwas Älteren können darüber reflektieren, wie Museen entstehen, wer entscheidet, was gesammelt wird und damit auch festlegt, wie Geschichte wahrgenommen wird. Natürlich bietet die Sonderausstellung auch die Möglichkeit, sich mit Zeitgeschichte auseinanderzusetzen: Die gesellschaftlichen Veränderungen und neuen Lebensentwürfe der 68er, Musik als Protestform, sexuelle Befreiung und Neuinterpretation von Geschlechterrollen – und genau das kann auch kritisch hinterfragt werden.

Wir freuen uns, wenn Sie an unserer Lehrer*innen-Führung teilnehmen! Bitte melden Sie sich an, gerne auch kurzfristig.
Anmeldung und weitere Informationen unter: 
04141 79 77 35 0  oder  buchung@museen-stade.de 

Replik des Linkshänderbasses von Paul McCartney, Dauerleihgabe Karl Höfner GmbH & Co. KG, 1990er-Jahre, Sankt Pauli Museum
Kostüme von Sylvin Rubinstein, 1990er-Jahre, Sankt Pauli Museum

Schulbesuch unter Pandemiebedingungen

Wie ist der Museumsbesuch für Schulklassen und Kitagruppen unter den Maßnahmen zur Einschränkung der Corona-Pandemie möglich?

Die Museen Stade stehen im engen Kontakt mit dem Gesundheitsamt um sicherzustellen, dass der Besuch der Museen Stade konform mit den Coronabestimmungen geht.

Unter Einhaltung folgender Regeln ist der Museumsbesuch möglich:

  • Voraussetzung ist, dass die Museen Stade nicht pandemiebedingt geschlossen sind UND dass die Schule oder die Kita, aus der die Gruppe kommt nicht pandemiebedingt geschlossen ist. 
  • Die Gruppe muss in der Zusammenstellung bleiben, in der sie zurzeit auch unterrichtet wird, d.h. bei Wechselunterricht kann nur die halbe Klasse ins Museum kommen.
  • Im Museum gelten die Abstandsregeln und Kinder über 7 Jahren müssen medizinische oder FFP2-Masken tragen.
  • Schulklassen müssen keinen Schnelltest vorweisen, da sie in der Schule regelmäßig getestet werden.
  • Die Besuchsregeln für die Museen Stade während der Corona-Pandemie finden Sie in dieser Zusammenfassung.

Für einen entspannten Museumsbesuch können Schulgruppen, die eine Führung buchen, auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten ins Museum kommen. Dafür können Termine am Montag den ganzen Tag oder von Dienstag bis Freitag vor 10 Uhr gebucht werden. Diese Termine schließen den Kontakt zu anderen Besucher*innen aus.

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